Das Chinesische Horoskop
Vielleicht möchten Sie ja erst einmal wissen, warum die Chinesen gerade auf
die Zeichen der zwölf Tiere Ratte, Büffel, Tiger, Katze (Hase), Drache,
Schlange, Pferd, Ziege, Affe, Hahn, Hund und Schwein gekommen sind. Dazu erzählt
die Geschichte folgendes:
Als Buddha seinen Tod herannahen sah, rief er
alle Tiere zu sich, um Sie ein letztes Mal zu sehen. Doch nur die zwölf oben
genannten kamen herbei, um sich von ihm zu verabschieden. Ihr Verhalten rührte
ihn so sehr, dass er beschloss, ein Jahr nach jedem von ihnen zu benennen und
damit gleichzeitig die Reihenfolge ihres Erscheinens festzuhalten. Für die
Chinesen spiegelt das betreffende Jahr auch die Eigenschaften des Tieres wieder,
das ihm seinen Namen gegeben hat.
Damit Sie einen Überblick über die
verschiedenen Charaktere bekommen, möchten wir Sie hier kurz
beschreiben:
Die Ratte ist
aktiv, fleißig, zäh und schlau; der Büffel ist
langsam, stur und ehrlich; der Tiger ist
wild und unberechenbar; die Katze
(oder der Hase) ist still, manchmal kompliziert, und sanft; der Drache
speit Feuer und genießt seine Macht; die Schlange
ist abwartend und weise, wenn auch manchmal hinterlistig; das Pferd ist
freiheitsliebend, unruhig und etwas selbstverliebt; die Ziege ist
liebenswürdig, fürsorglich und zickig; der Affe
benimmt sich wie ein Clown, ist aber sehr intelligent; der Hahn nimmt
alles genau und stürzt sich in den Kampf; der Hund ist
loyal und aufrichtig; das Schwein
gutmütig, anspruchslos und manchmal leichtgläubig.
In der chinesischen Astrologie ist die Grundlage jeder Berechnung die Phase
des Mondes, so wie die westliche Astrologie vornehmlich von der Stellung der
Sonne dominiert wird. Der Mondkalender der Chinesen soll das früheste Zeugnis
der menschlichen Zeitrechnung sein und wurde im Jahre 2637 v. Chr. von Kaiser
Huang-Ti etabliert. Seinen Ursprung fand er in dem Bemühen der Bauern, die
Wetterperioden zu bestimmen und dadurch eine reiche und sichere Ernte zu
erzielen; dieser Beweggrund führte wohl bei allen Völkern dazu, dass die
Veränderungen am Himmel genau beobachtet wurden. Der dem Mondkalender
zugrundeliegende gesamte Zyklus von sechzig Jahren resultiert aus fünf einfachen
Zyklen, die jeweils diese zwölf Jahre der Tiere umfassen. Es sind fünf Zyklen,
weil die chinesische Astrologie auf der Lehre von den fünf Elementen basiert,
welche Metall, Wasser, Holz, Feuer und Erde sind. Ein Tier repräsentiert gleich
ein ganzes Jahr. Zusätzlich wird jeder Tag in zwölf Abschnitte unterteilt, so
daß alle zwei Stunden der Aszendent ins nächste Zeichen wechselt; das ermöglicht
eine individuellere Deutung.
Den Anfang macht um 23 Uhr die Stunde (genauer Doppelstunde) der Ratte; den
Abschluss bildet die Stunde des Schweines, die um 21 Uhr beginnt.
Trotz
dieses immer wiederkehrenden Zwölfer-Zyklus ist die chinesische Astrologie nicht
ohne weiteres mit der westlichen zu vergleichen, was mit der grundsätzlich wohl
sehr unterschiedlichen Mentalität zu erklären ist. Die mathematischen
Berechnungen zum Beispiel sind um ein vielfaches unkomplizierter, und mit der
Prognose wurde sich in China überhaupt nicht beschäftigt.
Es geht mehr um eine Lebensphilosophie, die aufgrund Jahrtausende alter
Erfahrung entstanden ist und die in dieser Art von Astrologie ihren Ausdruck
findet. Es ist also nicht so sehr Sternkunde, als vielmehr die Summe von
Erfahrungen, die während dieser langen Zeit gesammelt worden sind und die sich
zunächst einmal nur auf den chinesischen Raum beziehen. Nichtsdestotrotz ist es
unserer Meinung nach reizvoll, dieses System einmal auf den Abendländer
anzuwenden.
In der Partnerschaftsdeutung werden die Horoskope der
Partner zunächst einzeln beschrieben. Dann wird kurz dargestellt, wie sich die
Zeichen miteinander verstehen. Hierbei ist zu beachten, dass die
Kombinationsdeutung nur vom Tierzeichen ausgeht, also unberücksichtigt lässt,
welcher Aszendent der betreffenden Person zugeordnet ist.